Klimabündnis
Klimabündnis Energie Tirol - Zwei Partner - ein Ziel

Unsere Gemeinde ist seit 04.10.1999 Mitglied des Vereins „Klimabündnis Tirol“. Der Wille, Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen, hat uns zu diesem Schritt bewogen. Doch was hat es genau mit diesem Bündnis auf sich?
Zwei Partner
Zwei sehr unterschiedliche Partner haben sich im Klimabündnis zusammengefunden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Auf der einen Seite stehen über 1000 europäische Städte und Gemeinden. Die Bündnispartner auf „der anderen Seite“ sind die indigenen Völker Amazoniens.
Ein Ziel
Beiden Partnern ist es ein besonderes Anliegen, ihren Beitrag zum Schutz des Weltklimas zu leisten. Klimabündnis Gemeinden setzen dabei vor allem auf Aktivitäten in den Gebieten Energie, Verkehr, Beschaffungswesen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Bündnispartner am Oberen Rio Negro, eines Zubringerflusses des Amazonas, versuchen alles, um ihren Lebensraum, ein großes intaktes Regenwaldgebiet, zu erhalten. Die Klimabündnis Gemeinden unterstützen sie dabei mit der Hälfte ihres Mitgliedsbeitrages.
„Was gehen uns die Indianer an?“
Klimaschutz ist mehr als CO2 Reduktion in unserem Land. Nur wenn wir global zusammenarbeiten und nachhaltig wirtschaften, können wir den Regenwald retten und der katastrophalen Klimaerwärmung entgegenwirken. Die Klimabündnis-Projektpartnerschaft mit den indigenen Völkern am Oberen Rio Negro gilt als eines der bestkonzipierten Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und ist europaweit vorbildlich. Durch diese Partnerschaft konnten bisher einmalige Erfolge erzielt werden: unter anderem erfolgte 1998 die offizielle Anerkennung fast des gesamten Gebietes als indigenes Territorium, wodurch der Regenwald und seine Bewohner vor dem Zugriff von außen weitgehend geschützt sind (siehe Infokasten).
Klimabündnis Tirol
1998 würde Klimabündnis Tirol als gemeinnütziger Verein gegründet. Das Land Tirol sowie 24 Tiroler Gemeinden und Städte, unter anderem auch unsere Gemeinde, sind dem Verein beigetreten. Klimabündnis Tirol besitzt einen ehrenamtlichen Vorstand beschäftigt mehrere Teilzeitmitarbeiterinnen in der Regionalstelle in Innsbruck. Das Hauptaufgabengebiet von Klimabündnis Tirol liegt in der Organisation und Koordination von Klimaschutzprojekten für Gemeinden: So laufen derzeit die Projekte Biogroßküche, Bonus (Energiesparen an Schulen), und die Vorbereitungen zu Autofreien Tagen (jährlich) auf Hochtouren. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Informationsweitergabe: mittels jährlichem Gemeindeforum, der Mitgliederzeitung „KlimaNewsTirol“ und Klimabündnis Rundbrief sowie auf elektronischem Wege per E-mailnewsletter werden die Verantwortlichen auf kommunaler Ebene über neueste Entwicklungen auf dem Laufendem gehalten. Bei Interesse kann Klimabündnis auch gerne Sie in ihren Verteiler aufnehmen.
Klimaschutz - Aktivitäten in unserer Gemeinde
Auch unsere Gemeinde hat bereits einen Beitrag zur Erreichung des Klimaschutzzieles geleistet. Unter anderem konnten folgende Maßnahmen gesetzt werden: (Förderungen (Solaranlagen), Wärmesanierung von Gemeindegebäuden, Förderung des öffentlichen Verkehrs, Wassersparventile, ...)
Infokasten - Rio Negro
Oberer Rio Negro: weitgehend intaktes Regenwaldgebiet mit der Größe von rund 110.000 km² (etwa 1 ½ mal so groß wie Österreich), gelegen im Nordwesten Brasiliens an der Grenze zu Kolumbien und Venezuela. Hier leben rund 35.000 Indianer von 22 verschiedenen Völkern in ca.700 Dörfernseit 1998 das größte gesetzlich abgesicherte zusammenhängende indianische Gebiet Brasiliens.
FOIRN: Federacão das Organizacões Indígenas do Rio Negro / Dachverband der Indianer-Organisationen am Rio Negro Projektpartner der österreichischen Klimabündnisgemeinden
Bisherige Erfolge der Projektpartnerschaft
- Anerkennung der indianischen Landrechte durch die brasilianische Bundesregierung
- Erstmals politische Vertretung der Indígenas (Indianer) im Gemeinderat
- Abkommen mit der nationalen Gesundheitsstiftung, um die bisher sehr mangelhafteGesundheitsversorgung zu verbessern
- Erste indigene Schulen mit zweisprachigen Unterricht
- Pilotversuche zur umweltschonenden Mineraliengewinnung
- Aufbau von Fischzuchtsstationen und Fischteichen mit lokalen Fischarten und Futterpflanzen aus eigenen Baumschulen
- Erstellung einer Datenbank und einer Fibel zur Heilpflanzenverwendung
- Aufbau eines Transport- und Kommunikationsnetzes (Gemeinschaftsboote und Funkgeräte)

Diese 24 Tiroler Gemeinde und Städte sowie das Land Tirol sind bisher dem Klimabündnis beigetreten.
Absam, Bad Häring, Dölsach, Karrösten, Kirchbichl, Kitzbühel, Kufstein, Kundl, Landeck, Lienz, Matrei i.O., Oberndorf i.T., Pfunds, Reutte, Rum, Schwaz, Schwendau, St. Johann, St. Ulrich a.P., Thaur, Tux, Virgen, Volders und Wörgl.
Infofolder
Sattelfest am 15.05.2008 in Dölsach
Hier einige Impressionen:




