Museum Aguntum Stadt

In Aguntum erwartet Sie ein beeindruckendes Bild der Kultur und Zivilisation der Römerzeit in den Alpen. Kleidung, Reliefs, Keramik, Schmuck, Münzen usw. Bild der Kultur und Zivilisation.

Im Mittelpunkt steht das große, aus dem Garten des Atriumhauses in das neue Gebäude transferierte Marmorbecken. Um das Becken herum gruppieren sich Funde aus Aguntum, die auch durch Nachbildungen aus anderen Fundorten erweitert wurden, um ein möglichst beeindruckendes Bild der Kultur und Zivilisation der Römerzeit in den Alpen darzustellen. Gezeigt werden an lebensgroßen Puppen die Kleidung der römischen und der einheimischen Bevölkerung, Beispiele von römischen Reliefs aus Aguntum und aus anderen Gebieten der Provinz Noricum, bei denen der Versuch gemacht wurde, die ursprüngliche Farbigkeit wieder anzudeuten, profane und sakrale Inschriften, der römische Welthandel, eine spätantike Straßenkarte.

Architektur aus dem Mittelmeerraum in Osttirol?

Wer das Atriumhaus in Aguntum erbaut hat, vergaß auf die lokalen Wetterverhältnisse. Zu frisch, zu langer Winter. Mit den Jahrhunderten verschwand es in einem Schuttkegel, über den seit dem 20. Jh. der Verkehr durch das Drautal fließt.

Das Marmorbecken aus dem Atriumhaus, das unter der Brücke der Bundesstraße lag, wurde ins neue Museum übertragen, wo es Brennpunkt und Zentrum der Schausammlung ist. Die Transferierung war aus Gründen des Hochwasserschutzes notwendig.

Architektur, Dokumentation

Das neue Museum wurde von den Architekten Moser/Kleon (Innsbruck) entworfen. Ihr Projekt wurde bei einem internat. Wettbewerb für einen Schutzbau ausgewählt.

Arch. Thomas Moser zum Bau

"Im Jahr 1999 hat man sich in Aguntum dazu entschlossen, einen Schutzbau über dem gesamten Atriumhaus zu errichten. Die beste Lösung für das diffizile Vorhaben, eine etwa 2400 m² große Überdachung unter der Bundesstraßenbrücke durchzuführen und dabei stellenweise für Innenraum und Konstruktion mit etwa 3,5 m Höhe zurecht zu kommen, sollte in einem internationalen Architektenwettbewerb gefunden werden. Wie den römischen Siedlern machte der Wildbach diesem Vorhaben ein Ende.

Damit nicht neuerlich Überschwemmungen und Vermurungen Leben und Sachwerte - auch in der Nachbargemeinde - zerstören können, machte die Behörde für Wildbach- und Lawinenverbauung eindeutige Vorgaben für Standort und Höhenlage. Die Geburtsstunde des neuen Archäologischen Museums Aguntum."

Zum Seitenanfang